Minimum Necessary Alignment
Lesezeit: 5 Minuten
g
Ausreichende Alignment, um Kommunikation und Zielsetzung zu ermöglichen, aber nicht mehr, damit die Teams über ein Höchstmaß an Autonomie verfügen und gleichzeitig auf die Ziele des Unternehmens ausgerichtet bleiben.

Die Herausforderung
In größeren, agil arbeitenden Unternehmen besteht ein ständiges Bedürfnis nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen der berechtigten Notwendigkeit von Governance und Kontrolle und dem ebenso wichtigen Bedürfnis der Teams nach hoher Autonomie.
Zu viele oder unnötige zentrale Regelungen führen dazu, dass das Management nur dem Namen nach agil agiert und die Teams die Verantwortung für ihre Arbeit abgeben.
Zu wenig Abstimmung führt zu Redundanz und internem Wettbewerb und birgt die Gefahr von Chaos.
Die Lösung
Die Anwendung des Ansatzes der minimalen notwendigen Ausrichtung (Englisch: Minimum Necessary Alignment, MNA) erfordert strenge Prozesse zur Identifizierung, zum Management und zur Kommunikation des Ausrichtungsbedarfs auf allen Organisationsebenen.
Der solution intent Mechanismus von SAFe® wird um Ausrichtungsanforderungen erweitert und organisationsweit verwaltet – stets mit der Frage: Benötigen wir diese Ausrichtung hier?
Vorteile
Auf allen Ebenen werden die minimal notwendigen Abstimmungsanforderungen definiert und kaskadiert. Dies maximiert die Autonomie jedes Teams und steigert Motivation, Flexibilität und schnelle Entscheidungsfindung.
Teams können die in der Lösungsabsicht beschriebenen kurzen Lernzyklen nutzen, um die Abstimmungsrichtlinien kontinuierlich zu verbessern.

Dies stellt sicher, dass Teams die notwendige Abstimmung erreichen, die das Unternehmen für eine klare Richtung benötigt, und beugt so Redundanz, internem Wettbewerb und Verschwendung vor.
Es unterstützt das Konzept des Management by Intent.
Dieses Konzept ist ein wesentliches Prinzip dynamischer, zukunftssicherer Organisationen.
Zu Berücksichtigen
Im Rahmen der Solution Intent, werden die Alignment-Richtlinien für einen Teil der Organisation dokumentiert und geteilt.
Erweitern Sie diesen Prozess auf die nachfolgenden Organisationsebenen, indem Sie kontextspezifische Ausrichtungsanforderungen hinzufügen und diese in die Dokumentation der Lösungsplanung aufnehmen.
Denken Sie vor allem daran, sich zunächst zu fragen, was die Ausrichtung ist und ob sie auf der jeweiligen Ebene notwendig ist.
Stellen Sie sicher, dass geeignete Mechanismen vorhanden sind für:
Kommunikation von Inhalten und Änderungen
Einbindung von Teambeiträgen in den Prozess
Sicherstellung, dass die Ausrichtung sowohl nach oben als auch nach unten in der Organisation kommuniziert wird.contents and changes
Bei Organisationen, die sich nicht klar in unabhängige Einheiten aufteilen lassen (was auf die meisten Organisationen zutrifft), sollten Mechanismen zur Bewältigung dieser Herausforderungen vorhanden sein (z. B. sollte die MNA-Struktur die Organisationsstruktur widerspiegeln). In solchen Fällen ist ein Mechanismus zum Umgang mit widersprüchlichen Richtlinien unerlässlich.
Damit dieser Ansatz erfolgreich ist, dürfen persönliche Ziele nicht im Widerspruch zu den MNA-Zielen stehen.
Kompatibel mit SAFe®
Wir empfehlen, auf den Solution-Intent-Konzepten von SAFe® (oder einem ähnlichen Mechanismus) aufzubauen, um die Ausrichtung im Unternehmen zu steuern.
Vollständig kaskadierbar.
Die Konzepte lassen sich im gesamten Unternehmen implementieren – jeder Bereich fügt seine entscheidenden, und nur seine entscheidenden, zusätzlichen Ausrichtungsrichtlinien hinzu.
Beseitigt "Uncertainty Paralysis"
Klar dokumentierte und kommunizierte Ausrichtungsrichtlinien schaffen Transparenz im gesamten Unternehmen. Mit diesen Informationen können Teams schnell Entscheidungen treffen und sicher sein, dass sie mit den Unternehmenszielen übereinstimmen.